Kirchenführende

Für Andere Wege ebnen, Augen öffnen und Räume erschließen

Lesetipp – Studientag „Gottes neue Häuser in Köln“

Lesen Sie weiter unter auf dieser Seite einen kleinen Auszug aus dem Bericht eines Teilnehmers.
Nehmen Sie Kontakt zu mir auf, es gibt auch kurzfristig geplante weitere Angebote, die ich Ihnen vermitteln kann. Ein Neustart dieses Angebotes ist für Herbst 2023 geplant.

Qualifizierung Kirchenführerin/Kirchenführer

Der Qualifizierungskurs richtet sich an Interessierte, die eine umfassende Weiterbildung für Führungen in Kirchen und kirchlich geprägten Kulturlandschaften suchen. Vorkenntnisse und Erfahrungen in diesem Aufgabenbereich sind hilfreich und können eingebracht werden. Sie sind aber keine Voraussetzung für die Teilnahme.

 

 

Die Qualifizierung zur Kirchenführerin und zum Kirchenführer vernetzt architektonische, kunstgeschichtliche, theologische und didaktische Kenntnisse, um eine fundierte Begleitung von Besuchern im Kirchenraum und in kirchlich geprägten Kulturlandschaften zu gewährleisten.

Das Curriculum für diese Fortbildung habe ich erarbeitet, die fachliche Leitung der Ausbildung liegt in meiner Verantwortung.

Qualifizierung und/oder Fortbildung

Das Konzept ist modular aufgebaut und kann einzeln gebucht werden. Eine Teilnahme an allen Veranstaltungen ist für den Erhalt des Zertifikats erforderlich und sinnvoll. Dennoch stehen stehen die einzelnen Module auch Interessenten offen, die sich fortbilden und das eigene Wissen kontinuierlich erweitern möchten. Nach Wahrnehmung aller Module des Grundkurses – vier Wochenenden und vier Studientage bzw. Exkursionen – erhalten die Absolventen/innen eine qualifizierte Abschlussbescheinigung.

Veranstalter waren das Katholisch Soziale Institut in Siegburg, die Thomas Morus Akademie in Bensberg und der BHU in Bonn.

Gottfried Böhm, Christi Auferstehung

Studientag  Moderne Kirchen in Köln

Peter Silberbach aus Kaarst: Der Ertrag dieses dritten Studientages lässt sich in kurzen Worten wie folgt umschreiben:

  • Wir haben ein Gefühl für die Entwicklungen des modernen Kirchenbaus in Köln im 20. Jahrhundert bekommen. Das reichte von dem frühen Aufbruch Gottfried Böhms mit Sankt Engelbert in K-Riehl in 1932 bis zu seinem Spätwerk Christi Auferstehung in K – Lindenthal von 1971 und zu H.P. Kisslers gelungenen Entwurf der Umwidmung der Kirche Sankt Bartholomäus in K – Ehrenfeld zur Grabeskirche von 2014.

Christi Auferstehung in Köln Lindenthal

Fenster nach Entwürfen von Gottfried Böhm

  • Dazwischen fielen der nach dem Zweiten Weltkrieg erforderliche Aufbau der Luther-Notkirche von Otto Bartning (1949), in der wir einen sehr positiven Eindruck von ihrer neuen Nutzung als Kirche für die Jugend bekamen; und in Sankt Mechtern in K – Ehrenfeld (1954) und in der Liebfrauenkirche in K – Mühlheim (1965) lernten wir die Entwürfe von Rudolf Schwarz, eines weiteren für den modernen Kirchenbau im Kölner Erzbistum wichtigen Architekten kennen. Dabei überzeugte mich besonders, wie in der Liebfrauenkirche der moderne Chorbereich aus dem erhaltenen neugotischen Längsschiff heraus entwickelt und damit eine für die Nachkriegssituation typische Situation der Verbindung von Alt und Neu gelöst worden ist.

Köln-Mülheim, Liebfrauenkirche, Rudolf Schwarz entwirft den An- und Umbau

Liebfrauenkirche, Neuverglasung im Anbau

  • Damit wurde deutlich, dass der Kirchenbau nicht losgelöst von den Entwicklungen des gesellschaftlichen Umfeldes der Kirche und des Glaubens ist. Das konnten wir auf dem Hintergrund der Liturgiereformen im 20. Jahrhundert (Jugendbewegung, II. Vaticanum) sowie den noch zaghaften Bemühungen zur Umwidmung von Kirchen, die angesichts Entfremdung vieler Menschen von der Kirche und der veränderten Glaubenspraxis der Gläubigen für liturgische Zwecke nicht mehr erforderlich erscheinen und auch personell nicht mehr versorgt werden können.

Grabeskirche St. Bartholomäus

St. Bartholomäus, Gedenkraum mit Urnen in Kapellen

  • Für mich wurde offenbar, dass es dringend neuer Ideen und Konzepte bedarf, damit die kulturellen Schätze erhalten werden können, die im Lauf der Jahrhunderte als Ausdruck der Glaubensgewissheit in der Kirche angesammelt haben. Dazu reicht eine Musealisierung nicht aus, sondern wir müssen mit und in unseren Denkmälern wieder leben, vor Allem auch die nachwachsenden Generationen. Weitergehende Konzepte zum Beispiel aus den Niederlanden (etwa in Maastricht) wurden kurz angesprochen.
  • Gemeinsam nachdenken, anschauen und auf den Weg machen.

Mit einem Appell in diese Richtung beschloss Frau Dr. Langel diesen vollen, ertragreichen Tag.